Drei Tage Outback

Dienstag morgen um halb sechs wurden wir in unserem Hostel abgeholt. Im Bus mit 20 Leuten und unserem Tourguide Joe machten wir uns auf ins weite, weite Nichts. Das erste Ziel war Kings Canyon, den wir nach etwa sechs Stunden Busfahrt erreichten. Für die Besichtigung war eine dreistündige Wanderung geplant. Da das Thermometer aber 40°C anzeigte und wir genau in der Mittagssonne dort waren, verkürzten wir den Ausflug auf 1,5 Stunden. Das hatte leider zur Folge, dass wir nicht so viel vom Kings Canyon gesehen haben, wie erhofft.Wir wurden schon am Vortag vor den Fliegen gewarnt, woraufhin wir uns Fliegennetze gekauft haben. Sie waren nicht hübsch und auch nicht gerade so günstig, aber haben sich auf jeden Fall gelohnt: lieber blöd aussehen als 10 Fliegen auf einmal im Gesicht haben, die versuchen in Mund und Nase an Flüssigkeit zu gelangen. :D Weiter ging's zum Kings Creek, einem Wasserloch in der Wüste.Gegen 15 Uhr hieß es dann Holz für's Lagerfeuer sammeln. Die Nacht verbrachten wir ... im Nichts. Dort gab es wirklich nichts außer einer Feuerstelle und einer kleinen Überdachung. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir an, so dass gerade noch genug Zeit war um das Essen vorzubereiten und Feuer zu machen. Geschlafen haben wir in sogenannten "Swags", die vergleichbar mit großen Schlafsäcken sind. Obwohl es in der Nacht noch 20°C waren, haben wir doch etwas gefroren, da wir uns zuerst mit unseren Schlafsäcken nur auf die Swags gelegt haben (vorher war es einfach viel zu heiß). Aber es war sehr schön unterm Sternenhimmel einzuschlafen. Die Nacht endete um 5 Uhr morgens indem wir liebevoll von Joe geweckt wurden ("Good morning Team, wake up!"), dann hatten wir eine Stunde Zeit um unsere Sachen in den Bus zu räumen und zu frühstücken. Um Punkt 6 Uhr fuhren wir zu einem Campinggelände, bei dem es Toiletten und Duschen gab. Dies war auch die Unterkunft für die zweite Nacht. Frisch geduscht ging es dann in den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, erster Stop Kata Tjuta. Auch für Mittwoch waren 40°C angesagt, was auch mit ein Grund war, warum wir so früh aufgebrechen mussten. Nach 11 Uhr sollte man Kata Tjuta nicht mehr besichtigen, da die Felswände die Sonnenstrahlen reflektieren und es unerträglich heiß wird. 3 Liter Wasser mitzunehmen war Pflicht und die hat man wirklich auch gebraucht. Auch wenn es anstrengend war, das Gebiet zu erkunden, hat es sich doch gelohnt, da die Aussicht unglaublich war! Zurück auf dem Campinggelände machten wir uns Wraps und entspannten anschließend im Pool. Abends ging es dann zum Sonnenuntergang zu einem Aussichtspunkt, von dem man den Uluru sehen konnte. Es soll ein unglaubliches Farbenspiel sein, den Uluru bei untergehender Sonne zu beobachten. Leider spielte das Wetter nicht mit und dicke Wolken schoben sich vor die Sonne. Die Nacht verbrachten wir wieder auf bzw. in den Swags und natürlich unterm Sternenhimmel. Am Donnerstag wollten wir bei Sonnenaufgang am gleichen Aussichtspunkt wie am Tag zuvor frühstücken. Also wurden wir um 4:20 Uhr wieder von Joe geweckt. Der Sonnenaufgang war wunderschön! Wir blieben danach noch eine Weile dort, bevor wir uns dann zum Uluru aufmachten. Wir konnten wählen zwischen dem Wanderweg einmal um den Uluru rum, einen etwas kürzeren Weg oder einfach nur im Bus durch die Gegend fahren. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden (wobei einfach nur im Bus zu fahren sicherlich ach lustig gewesen wäre, da Joe immer ziemlich abgegangen ist). Mit den drei Mädels sind wir von "You are here" bis zum "Mutitjulu Waterhole" gelaufen und haben uns ordentlich Zeit gelassen. Danach waren wir auf einer Camelfarm, wo man 2 Minuten für $7 auf einem Camel hätte reiten können. Hat nur eine aus unserer Gruppe gemacht und sah ehrlich gesagt nicht soo spektakulär aus. Und dann war die Tour auch schon vorbei. Den Abend ließen wir in Alice Springs in der Rock Bar mit etwas Alkohol ausklingen. Gegen 3 Uhr nachts kam jemand auf die Idee in den Pool unseres Hostels zu gehen, was jedoch nicht die beste Idee war. Keine 5 Minuten im Wasser kam eine kleine Asiatin und schrie rum, dass das kein Partyhostel sei und sie dem Manager Bescheid sagen würde, wenn nicht sofort Ruhe einkehren würde. Widerwillig gingen wir dann auf unser Zimmer, denn rausgeschmissen werden wollten wir dann doch nicht. Trotzdem hatten wir irgendwie ein schlechtes Gewissen und sind heute in ein anderes Hostel gezogen. Hier ist es viel schöner und es gibt auch einen Pool. :D Sonnige Grüße Katrin + Tim

8.1.16 12:29

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ralf (14.1.16 12:04)
Wahnsinn! Obwohl die Vorstellungskraft nicht ausreicht, sich ein reales Bild zu machen, so genügt sie dennoch, unfassbar neidisch zu werden. Einfach toll, was Ihr erlebt! Dicken Drücker! Euer Paps.

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